Medienkompetenz stärken
- Beschreibung: Es ist wichtig, den sicheren Umgang mit digitalen Medien zu erlernen und zu verfeinern. Dazu gehört, zu wissen, welche Informationen du öffentlich teilen kannst, wie du sicher surfst und was du tun kannst, um dein Profil zu schützen. Eine Teilnahme an Medienkompetenzschulungen kann dir helfen, Risiken besser zu erkennen und deine Privatsphäre zu schützen.
- Warum es hilft: Ein starkes Bewusstsein für Medienkompetenz gibt dir mehr Kontrolle über deine Online-Interaktionen. Studien zeigen, dass Jugendliche mit höherer Medienkompetenz weniger anfällig für Cybermobbing sind. Sie können Gefahren besser einschätzen und wissen, wie sie sich selbst schützen können.
- Unterstützung: Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) bietet spezielle Workshops für Jugendliche an, die darauf abzielen, das Wissen und die Fähigkeiten für den sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken zu verbessern (Adresse: Beuthstraße 6, 10117 Berlin, Webseite: www.fsm.de).
- Ziel: Nehme an Schulungen oder Workshops mindestens einmal im Jahr teil, um dein Wissen über die Risiken und den sicheren Umgang mit digitalen Medien zu erweitern.
- Literaturhinweis:
- Porsch, T., & Pieschl, S. (2018). Prävention von Cybermobbing: Handlungsempfehlungen für Schulen und Eltern. Wiesbaden: Springer VS.
- Hüther, G., & Quarch, C. (2017). Rettet das Spiel! Ein Aufruf zur Entschleunigung in der digitalen Welt. München: Ullstein.
Selbstwertgefühl stärken und Unterstützung suchen
- Beschreibung: Arbeite daran, dein Selbstwertgefühl langfristig zu stärken, indem du dich mit positiven Aktivitäten beschäftigst, dir erreichbare Ziele setzt und dir positive Selbstgespräche angewöhnst. Der Aufbau eines starken Selbstwertgefühls kann dir helfen, die negativen Auswirkungen von Cybermobbing besser zu bewältigen. Der regelmäßige Austausch mit Menschen, die dich unterstützen, ist ebenfalls hilfreich.
- Warum es hilft: Ein starkes Selbstwertgefühl kann die Auswirkungen von Mobbing abmildern. Wenn du dich selbst sicher und wertvoll fühlst, können Angriffe weniger Schaden anrichten. Positives Denken und Erfolge im Alltag helfen dir, ein Gefühl der Kontrolle zurückzugewinnen.
- Unterstützung: Der Austausch in Selbsthilfegruppen für Betroffene von Cybermobbing kann ebenfalls sehr hilfreich sein. In vielen Städten gibt es solche Gruppen, die sich regelmäßig treffen, um Erfahrungen auszutauschen und Unterstützung zu bieten.
- Ziel: Nehme einmal an einer Selbsthilfegruppe teil oder unternehme gezielte Aktivitäten, die das Selbstwertgefühl stärken – zum Beispiel in Sportvereinen oder Theatergruppen.
- Literaturhinweis:
- Blumtritt, T. (2016). Cybermobbing erkennen und handeln: Ein Ratgeber für Betroffene und Eltern. Berlin: Cornelsen.
- Schneider, F., & Müller, K. (2017). Psychologische Hilfe bei Mobbing: Was Eltern und Lehrer tun können. Stuttgart: Kohlhammer.
Baue dir ein Netzwerk auf
- Beschreibung: Der Aufbau eines unterstützenden Netzwerks bestehend aus Freunden, Familie und Lehrern ist eine wichtige langfristige Strategie. Diese Personen können dir emotionale Unterstützung geben und dir helfen, wenn neue Vorfälle auftreten. Es ist wichtig, dass du Menschen hast, auf die du dich verlassen kannst und die dich in schwierigen Situationen unterstützen.
- Warum es hilft: Ein starkes soziales Netzwerk bietet dir Rückhalt und hilft dir, dich weniger isoliert zu fühlen. Wenn du weißt, dass du Unterstützung hast, kannst du dich sicherer fühlen und dich besser gegen Cybermobbing schützen.
- Unterstützung: Schulleiter und Vertrauenslehrer können eine wichtige Unterstützung sein. Sie können Maßnahmen in der Schule einleiten, um das Bewusstsein für Cybermobbing zu erhöhen und dich dabei unterstützen, mit Vorfällen umzugehen.
- Ziel: Pflege mindestens drei enge, unterstützende Beziehungen und baue eine Vertrauensbasis mit Lehrern oder Betreuern in deiner Schule auf.
- Literaturhinweis:
- Paus-Hasebrink, I., & Bichler, M. (2013). Digitale Medien und soziale Integration: Herausforderungen im Umgang mit sozialen Netzwerken. Wiesbaden: Springer VS.
- Hüther, G., & Quarch, C. (2017). Rettet das Spiel! Ein Aufruf zur Entschleunigung in der digitalen Welt. München: Ullstein.
Selbstbehauptungstechniken erlernen
- Beschreibung: Lerne Techniken, wie du dich verbal und nonverbal selbst behaupten kannst. Selbstbehauptung bedeutet nicht nur, sich gegen andere durchzusetzen, sondern auch, deutlich die eigenen Grenzen zu kommunizieren. Es gibt spezielle Kurse, die dir beibringen, wie du dich gegen verbale Angriffe wehren und selbstsicher auftreten kannst.
- Warum es hilft: Selbstbehauptungstechniken können dir helfen, dein Selbstbewusstsein zu stärken und es dem Mobber zu erschweren, dich zu verletzen. Ein sicheres Auftreten kann dazu führen, dass Mobber das Interesse verlieren, da sie oft auf eine schwache Reaktion abzielen.
- Unterstützung: Viele Jugendzentren bieten Selbstbehauptungskurse an, in denen du lernst, dich verbal und körperlich zu behaupten. Diese Kurse werden häufig von Psychologen oder Trainern geleitet, die auf das Thema Mobbing spezialisiert sind.
- Ziel: Teilnahme an einem Selbstbehauptungskurs, um die eigenen Fähigkeiten zur Grenzziehung und zur Selbstverteidigung zu verbessern.
- Literaturhinweis:
- Schneider, F., & Müller, K. (2017). Psychologische Hilfe bei Mobbing: Was Eltern und Lehrer tun können. Stuttgart: Kohlhammer.
- Schaumburg, H. (2014). Medienkompetenz im digitalen Zeitalter: Präventionsstrategien gegen Cybermobbing. Stuttgart: Kohlhammer.
Hier findest du weitere Maßnahmen:
